Die Geschichte der Wasserburg

Die Ursprünge der Wasserburg reichen bis in das Jahr 948 zurück. Im Laufe der Geschichte wurde die Burg in großen Teilen zum Jagdschloss umgebaut. Heute bietet die Burg ein Restaurant, eine Braumanufaktur und ein Hotel mit 47 Gästezimmern. Außerdem befindet sich dort ein Standesamt der Stadt Gommern.


Die Wasserburg zu Gommern wurde vor mehr als 1.200 Jahren erstmals erwähnt

Eine Burg mit einer langen und wechselvollen Geschichte

Die Ursprünge der Burg reichen weit zurück. Sie wurde unter dem Namen „civitas Guntumiri“ in einer Stiftungsurkunde des Bistums Brandenburg durch Kaiser Otto І. 948 erstmals urkundlich erwähnt.

Die feuchte, früher sicher auch sumpfige Ehle-Niederung bot eine ausgezeichnete, natürliche Schutzanlage. Die Burg entwickelte sich zu einem Burgwardhauptort und hatte strategische Bedeutung für die Sicherung der Straßenverbindung in die umliegenden Gebiete.

Die Burg ist ihrem Bauplan nach eine Anlage des frühen Mittelalters. Die Burganlage ist eine für diesen Siedlungsraum typische, runde bis ovale Randhausburg, ein so genannter „sächsischer Rundling“. Der Wassergraben umschloss einst als doppelter Graben mit dazwischen liegenden Wall den gesamten Komplex von Ober- und Unterburg.

Als Eingangsbauwerk diente anfänglich der immer noch eindrucksvolle Torturm, in dem sich heute das Standesamt Gommern und darüber die Hochzeitssuite des Hotels befindet. Das jetzige Portal und die darauf zuführende Bogenbrücke entstanden erst zu einem späteren Zeitpunkt, als man einen bequemeren Zugang zur Burg benötigte.

Der Bergfried, der sich in der Oberburg befindet, diente mit einer Höhe von ca. 30 Metern vorrangig als Aussichtsturm für den weiteren Blick in die Landschaft, um die Annäherung von Feinden rechtzeitig zu melden. Er konnte aber auch die Verteidigung der Vorburg unterstützen. 1579 wurde der Burgfried durch eine so genannte „Welsche Haube“ ergänzt. Schon ein Jahr zuvor begannen umfangreiche Umbaumaßnahmen. Bis auf wenige Teile wurde die gesamte Burganlage abgerissen und als Jagdschloss wieder neu aufgebaut.

Die Besitzer der Wasserburg zu Gommern wechselten häufig. Zum einen Teil wurde die Burg verkauft und zum anderen Teil anstatt eines Geldbetrages verliehen.

  • 965 kommt die Burg in den Besitz des Moritzklosters Magdeburg
  • im 12. Jahrhundert ist die Anlage vermutlich im Besitz Albrecht des Bären
  • 1269 wechselt die Burg in den Besitztum der Herzöge von Sachsen
  • 1578 wird die Burg mit Ausnahme des Bergfrieds, des Torturms und der Keller abgerissen und ein Jahr später als Jagdschloss der sächsischen Herrscher wieder aufgebaut
  • ab 1815 gehört die Burg zu Preußen
  • ab 1853 wurde die Burganlage für hundert Jahre als Haftanstalt, danach als Sozialheim genutzt
  • ab 1970 bis 1989 diente die Burg zur Berufsausbildung und Lehrlingsheim des Volkseigenen Betriebs des Zentralen Reparatur- und Ausrüstungswerks (VEB ZRAW) Gommern
  • 1990 Verkauf der Burg durch die Stadt Gommern an private Investoren
  • heute befindet sich auf dem Burggelände ein Gasthof, die „Burgbräu“-Brauerei, ein Standesamt und ein Hotel mit 47 Gästezimmern

 



Unsere regulären Öffnungszeiten im Restaurant:

  • Montag bis Donnerstag
    17:00 Uhr–22:00 Uhr
  • Freitag & Samstag
    12:00 Uhr–22:00 Uhr
  • Sonntag
    12:00 Uhr - 20:00 Uhr
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Wasserburg zu Gommern
Walther-Rathenau-Straße 9-10
39245 Gommern

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